1969 - Highlights des Jahres

Subjektiv, breit gefächert und hoffentlich unterhaltsam werfen wir einen Blick auf das Zeitgeschehen.

Das Jahr 1969 stand nicht nur bei den Berliner Jazztagen im Zeichen Duke Ellingtons: Sowohl von den Kritikern wie den Lesern des Down Beat Magazins wurde Duke Ellington zum besten Komponisten und Arrangeur gewählt, sein Orchester siegte in der Kategorie Big Band. Die Kritiker zeichneten zusätzlich sein Album "And His Mother Called Him Bill" als Jahresbestes aus. Die gleiche Aufnahme wurde schon im Vorjahr mit dem Grammy " Best Instrumental Jazz Performance - Large Group Or Soloist With Large Group" ausgezeichnet.  Miles Davis wurde von Kritikern und Lesern des Down Beat Magazine einhellig für seine Combo und als Solist ausgezeichnet, außerdem stand bei den Lesern sein Album "Filles de Killimanjaro" ganz oben in der Gunst. 

Miles Davis nimmt in diesem Jahr das Jazz-Rock Fusionalbum "Bitches Brew" auf, das im Folgejahr seine erste goldene Schallplatte wird und einen Grammy Award bekommt, und 1999 sogar in die Down Beat Hall of Fame aufgenommen wird.

Der Republikaner Richard M. Nixon (1913-1994) wird als 37. Präsident der USA vereidigt.

Der SPD-Politiker Dr. Dr. Gustav W. Heinemann wird der dritte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland.

Den Friedensnobelpreis wird der International Labour Organization (ILO) verliehen. Die ILO, 1919 gegründet, bemüht sich um die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Arbeiternehmer.

Beatle John Lennon und seine Frau Yoko Ono inszenieren in Amsterdam ein siebentägiges "Bed-in", um für den Frieden in der Welt zu demonstrieren.

Zum Woodstock-Festival, heute Inbegriff der "Flower-Power-Bewegung", waren 60.000 Besucher erwartet worden und zwischen 400.000 und 500.000 Rockfans erschienen.

Der FC Bayern München wird Deutscher Fußballmeister.

Vom Bundestag verabschiedete rechtliche Neuerungen machen Ehebruch und Homosexualität straffrei.

Die amerikanische Landefähre "Eagle" setzt auf dem Mond auf. Neil Armstrong (1930-2012) betritt als erster Mensch den Mond.

In München findet die erste Herztransplantation in der Bundesrepublik statt.

Der US-amerikanische Ingenieur M. Edward Hoff stellt den ersten Mikroprozessor vor. Der winzige integrierte Schaltkreis ermöglicht den Einbau von Computertechnik in elektronische Kleingeräte.

1969 verstorben:

  • Philosoph Theodor W. Adorno
    (* 11. September 1903; † 6. August 1969)
  • Bassist Paul Chambers
    (* 22. April 1935; † 4. Januar 1969)
  • Maler Otto Dix
    (* 2. Dezember 1891; † 25. Juli 1969)
  • Flugzeugbauer Claude Honoré Desiré Dornier
    (*14. Mai 1884; † 5. Dezember 1969)
  • US-Präsident Dwight Eisenhower
    (*14. Oktober 1890; † 28. März 1969)
  • Bassist Pops Foster
    (*18. Mai 1892; † 30. Oktober 1969)
  • Architekt Walter Gropius
    (*18. Mai 1883; † 5. Juli 1969)
  • Jazzsaxophonist Coleman Hawkins
    (*21. November 1904; † 19. Mai 1969)
  • Philosoph Karl Jaspers
    (* 23. Februar 1883; † 26. Februar 1969)
  • Schriftsteller Jack Kerouac
    (*12. März 1922; † 21. Oktober 1969)
  • Boxlegende Rocky Marciano
    (*1. September 1923; † 31. August 1969)
  • Präsident von Nordvietnam Ho Chi Minh
    (*19. Mai 1890; † 2. September 1969)

1969 geboren

  • Saxophonistin Candy Dulfer
    (*19. September)
  • Tennisspielerin Steffi Graf
    (*14. Juni)
  • Kabarettistin & Schauspielerin Luise Kinseher
    (*4. Januar)
  • Fußballspieler Jens Lehmann
    (*10. November)
  • Sängerin und Schauspielerin Jennifer Lopez
    (*24. Juli)
  • Violinist Mat Maneri
    (*4. Oktober)
  • Rap- & Hip-Hop-Musiker MC Solaar
    (*5. März)
  • Saxophonist Joshua Redman
    (*1. Februar)
  • Formel-1-Rennfahrer Michael Schumacher
    (*3. Januar)
  • Journalistin Marietta Slomka
    (*20. April)
  • Gründer des Software-Projekts Linux Linus Torvalds
    (*28. Dezember)
  • Gitarrist und Komponist Philipp van Endert
    (*30. August)
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