1968 - Highlights des Jahres

Subjektiv, breit gefächert und hoffentlich unterhaltsam werfen wir einen Blick auf das Zeitgeschehen.

Bill Evans erhält für seine Trio-Aufnahme "Bill Evans At The Montreux Jazz Festival" mit dem Grammy Award für die "Best Instrumental Jazz Performance - Small Group Or Soloist With Small Group" ausgezeichnet, Duke Ellington erhält für die Aufnahme "And His Mother Called Him Bill" die Auszeichnung für "Best Instrumental Jazz Performance - Large Group Or Soloist With Large Group".

Den Academy Award für den "Best Original Song" erhalten Marilyn Bergman, Alan Bergman und Michel Legrand für ihren Beitrag zum Film "The Thomas Crown Affair" mit Steve McQueen und Faye Dunaway in den Hauptrollen.

Gary Burton, der die Berliner Jazztage eröffnet, wird vom Readers' Poll des Down Beat Magazine zum besten Vibraphonspieler und zum "Jazzman of the Year" gekürt. Als bestes Album wird "Electric Bath" von Don Ellis gewählt, Herbie Man ist nach Lesermeinung bester Flötist, Elvin Jones bester Schlagzeuger - alle vier sind bei den Berliner Jazztagen live zu hören.

In den USA wird der schwarze Bürgerrechtler und Friedensnobelpreisträger von 1964, Martin Luther King (* 15. Januar 1929; † 4. April 1968), in Memphis von einem weißen Attentäter erschossen. Es kommt zu Krawallen und Unruhen.

Besetzung der Tschechoslowakei durch fünf Warschauer Pakt-Staaten. Damit wird der Prager Frühling gewaltsam beendet, der die Demokratisierung von Partei, Staat und Wirtschaft zum Ziel hatte.

Den Friedensnobelpreis erhält der Professor für Rechtswissenschaften, Präsident des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte in Straßburg und UN-Delegierte Frankreichs, René Cassin (1887-1976). Von ihm stammte die 1948 von der UNO angenommene Menschenrechtsdeklaration.

In der Bundesrepublik führen die Wissenschaftlichen Hochschulen eine Studienzugangsbeschränkung nach Abitur-Durchschnittsnoten, den sogenannten Numerus Clausus ein.

In München wird Rainer Werner Fassbinders Theaterstück "Katzelmacher", das die Geschichte einer Hetzjagd auf einen griechischen Gastarbeiter in einem bayerischen Dorf thematisiert, uraufgeführt.

Der 1. FC Nürnberg wird Deutscher Fußballmeister.

Bei den Olympischen Spielen treten von 12.-27.10. in Mexico City erstmals zwei deutsche Mannschaften an.

Erstmals sind Luftkissenfahrzeuge (Hover Crafts) im Liniendienst über den Ärmelkanal unterwegs, der Luxusliner Queen Elizabeth II läuft vom Stapel.

Deutsche Kreditinstitute geben erstmals Scheckkarten aus.

1968 verstorben

  • Kosmonaut Juri Alexewitsch Gagarin
    (* 9. März 1934; † 27. März 1968)
  • Chemiker und Nobelpreisträger Otto Hahn
    (* 8. März 1879; † 28. Juli 1968)
  • Senator Robert F. Kennedy
    (* 20. November 1925; † 6. Juni 1968)
  • Bürgerrechtler Martin Luther King
    (* 15. Januar 1929; † 4. April 1968)
  • Klarinettist George Lewis
    (* 13. Juli 1900; † 31. Dezember 1968)
  • Jazzschlagzeuger Rafi Lüderitz
    (* 19. Juni 1930; † 30. November 1968)
  • Jazzgitarrist Wes Montgomery
    (* 6. März 1923; † 15. Juni 1968)
  • Politiker und Regierungschef Georgios Papandreou
    (* 13. Februar 1888; † 1. November 1968)
  • Schriftsteller Upton Sinclair
    (* 20. September 1878; † 25. November 1968)
  • Schriftsteller John Steinbeck
    (* 27. Februar 1902; † 20. Dezember 1968)
  • Bluesmusiker Little Walter
    (* 1. Mai 1930; † 15. Februar 1968)
  • Schriftsteller Arnold Zweig
    (* 10. November 1887; † 26. November 1968)

1968 geboren

  • Fußballspieler & -manager Oliver Bierhoff
    (* 1. Mai 1968)
  • Rapper LL Cool J
    (* 14. Januar 1968)
  • König Felipe VI. von Spanien
    (* 30. Januar 1968)
  • Singer-Songwriterin Lalah Hathaway
    (* 16. Dezember 1968)
  • Komiker & Regisseur Michael „Bully“ Herbig
    (* 29. April 1968)
  • Jazzschlagzeuger John Hollenbeck
    (* 19. Juni 1968)
  • Schauspieler & Musical-Darsteller Hugh Jackman
    (* 12. Oktober 1968)
  • Schauspielerin & Künstlerin Lucy Liu
    (* 2. Dezember 1968)
  • Science-Fiction-Autor Sergei Lukjanenko
    (* 11. April 1968)
  • Sängerin Sarah McLachlan
    (* 28. Januar 1968)
  • Schauspieler & Rapper Will Smith
    (* 25. September 1968)
  • Sänger & Multi-Instrumentalist Mike Patton
    (* 27. Januar 1968)
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